Wallensen-Thüste-Ockensen  
2008 Das Dorf Wallensen kam beim Stadtfest groß heraus - Die Veranstaltung erwies sich erneut als Besuchermagnet Wallensen (gök). Reges Treiben herrschte rund um die Kirche in Wallensen, doch zum Auftakt des zwölften Stadtfestes schauten alle Besucher erst einmal nach oben, denn: Auf dem Kirchturm eröffneten Martin Seebaum und Ulrich Hiller als Turmbläser eindrucksvoll den diesjährigen Höhepunkt des „Stadtlebens". Mit Wallensen hat ausgerechnet ein Dorf eine städtische Vergangenheit aufzuweisen. Siegfried von Homburg verlieh 1351 Wallensen das Stadtrecht mit weitreichenden Privilegien. Aber zahlreiche Brände warfen den Ort in seiner Entwicklung zurück - im Laufe der Jahrhunderte verlor Wallensen die Rechte wieder. Zur Erinnerung an diese Privilegien und zur Pflege des gemeinschaftlichen Dorflebens führt der Arbeitskreis Stadtfest unter Leitung von Karl-Heinz Grießner diese Veranstaltungen in regelmäßigen Abständen durch. Bei sommerlichen Temperaturen genossen 800 Besucher die Attraktionen. So führte der Kirchenvorstand um Hans-Joachim Beckmann Interessierte durch das Gotteshaus bis hoch in den Glockenturm. Groß war auch das Engagement der Vereine. Sehr gut angenommen wurde das Laserschießen des Schützenvereins. Für die Kinder betrieb der Sozialverband ein kleines Karussell, der Verein Sandkiste stellte eine Hüpfburg auf, die Feuerwehr bot Zielübungen. Die älteren Besucher interessierten sich dagegen eher für die alten Feuerwehrspritzen und den alten Lanz Bulldog-Traktor, seit 1937 im Besitz der Familie Stichnothe. Im Pfarrhaus stellte die Thüster Künstlerin Frieda Klingebiel ihre Bilder und Handarbeiten aus. Besonders gespannt waren die Besucher auf das Stück „Das Testament" der Theatergruppe „Stadtgeflüster". Unter der Regie von Marina Raymann-Sieven zeigten zahlreiche Wallensener Bürger ihr schauspielerisches Talent. Eindruck hinterließ auch die Trommelgruppe „Loud'n Proud", die Garde des Karnevalsverein OCV weckte wieder Lust auf närrische Zeiten. Musikalischer Höhepunkt war erneut die niederländische Juxkapelle „Wach Effet" aus Velden, für Unterhaltung sorgten auch der Musikzug der Feuerwehr Wallensen und der Bläser-Chor Osterwald. Als Besonderheit erwies sich die Währung auf dem Stadtfest. So konnten die Besucher an den beiden Wechselstuben Euro gegen Stadttaler und Groschen eintauschen. Viele Besucher freuen sich schon auf die Wiederholung. „Hoffentlich wird es nicht so lange bis zum 13. Stadtfest dauern", meinte Heike Wilhelm aus Wallensen. Dewezet vom 07.07.2008